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Druckerei Henry Bertz

Inh. S. Zuckschwerdt

Brielower Straße 6

14770 Brandenburg / Havel

 

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Quelle: Märkische Allgemeine, Brandenburger Kurier, 07.08.2012

Buchdruck nach Gutenberg gelernt Druckermeister Bertz schafft jeden Umbruch

Sein ganzer Stolz hängt am Eingang der Druckerei im Großformat an der Wand. Der Meisterbrief, ausgestellt im August 1987, ist so groß wie eine der Druckplatten, die der Brandenburger Henry Bertz in seine Fünf-Farben-Offsetdruckmaschine einspannen kann. Als Meister für Drucktechnik hat Henry Bertz gesellschaftliche wie technische Revolutionen erlebt. Das Papier an der Wand, es ist so etwas wie die einzige Konstante in seinem Berufsleben. „Wer in unserem Job stehen bleibt“ – Bertz stockt – „null Chance“. Was ist inhaltlich geblieben von dem, was er vor 25 Jahren gelernt hat? Der 52-Jährige überlegt kurz, schüttelt den Kopf. Er deutet in Richtung Wand. „Der Meisterbrief ist übrig geblieben.“

Henry Bertz spricht überlegt, gibt sich zurückhaltend. Er ist kein Prahler. Seine Worte wählt er präzise. Bertz kommt nicht aus einer Unternehmerfamilie. Dennoch bewies er bereits 1987 einen Sinn fürs Geschäft, als er einen Antrag auf Selbstständigkeit stellte. „Die Leute haben ein halbes Jahr und länger auf ihre Drucksachen gewartet.“ Die DDR-Behörden lehnten dennoch ab. „Kein Bedarf“, hieß es lapidar. Bertz blieb hartnäckig. In den „Wirren der Wende“, sagt er, gaben die Bürokraten einem erneuten Antrag statt. Bertz zeigt ein grünes Büchlein so groß wie eine Brieftasche. Im Mai 1990 wurde er in die Gewerberolle eingetragen, steht darin.

Plötzlich durfte jeder alles drucken und vervielfältigen lassen, was er wollte. „Der Bedarf war sprunghaft da.“ Nur verfügte Bertz weder über Räumlichkeiten noch über Maschinen oder Mitarbeiter. „Ich hatte nichts anderes als mein Wissen.“ Bertz überzeugte die Banken, bezog zunächst eine modrige, als unbewohnbar erklärte Zweiraumwohnung, expandierte und zog dreimal um.

Seit 2004 steht die Druckerei Henry Bertz an der Brielower Straße. Hatte er zu DDR-Zeiten den Buchdruck nach Gutenberg gelernt, sah er den Fotosatz kommen und gehen. Inzwischen werden die Druckplatten nur digital belichtet.

Farbe aufs Papier zu bringen macht längst nicht mehr den Hauptumsatz aus. Kleinen Druckereien geht es in den vergangenen Jahren zunehmend schlechter. Großdruckereien drängen auf die Märkte der kleinen Wettbewerber. Dazu kommt die billige Konkurrenz im Internet. Bertz bezeichnet diese Entwicklung als noch gravierender als die technischen Umbrüche. In der Konsequenz hat sich Bertz Nischen gesucht, er und seine fünf Mitarbeiter bieten heute Außenwerbung für Firmen, einen Copyshop, Textil- und Großflächendruck für Bauzeichnungen sowie Gravuren an.

„Wenn wir das nicht gemacht hätten, hätten wir das Schild draußen schon abschrauben können.“ Bertz arbeitet täglich zwölf, 13 Stunden, schreibt selbst alle Angebote und Rechnungen. Er vergleicht seine Druckerei mit einem Tante-Emma-Laden, der den Großen auf dem Markt trotzt. 95 Prozent der Leistungen würden im eigenen Betrieb produziert. Das sei unüblich in der Branche, sagt Bertz. „Ich hoffe, dass ich mit dieser Philosophie bestehen kann.“


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